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Roßwein - Hainichen (Striegistalbahn)

Berbersdorf wurde 1874 zunächst als Haltestelle eröffnet. Trotz seiner abgeschiedenen Lage im Striegistal stieg das Reisendenaufkommen stark an. 1877 erfolgten bereits Gesteinslieferungen vom Steinbruch bis nach Berlin und Hamburg. Die Steigerungen im Güterverkehr machten immer wieder Gleiserweiterungen notwendig - so in den Jahren 1893 und 1898. 1901/02 wurde die Haltestelle umfangreich erweitert und hierzu sogar die Striegis verlegt. Am 1.Mai 1905 erhielt Berbersdorf den Status eines Bahnhofes.

Die Einfahrgleise in den Bahnhof, der hinter der Rechtskurve folgt. Die Einfahrweiche war so langgestreckt, dass die Weichenzunge eine Zweifachverriegelung besaß. Das Gelände des Bahnhofes Berbersdorf im Jahre 2005. Im Hintergund der Abbauzug, der bald auch hier die Gleisanlagen dezimieren wird.
 
2014 liegt nur noch ein kurze Stück des Einfahrgleises, der Rest der Gleisanlagen wurde rückgebaut. Eisenbahnrelikte gibt es in Berbersdorf noch viele zu finden - so auch alte Spannwerke für die Seilzüge zum Einfahrsignal und zu den Weichen.  

Das Empfangsgebäude war zunächst in sparsamster Ausstattung errichtet worden. Die Tür zum Warteraum war beispielsweise so niedrig, dass sich immer wieder Fahrgäste den Kopf stießen. 1892 wurde das Gebäude erweitert und aufgestockt. Auf Anregung von Reisenden und der Amtshauptmannschaft Döbeln wurde hier sogar eine Bahnhofswirtschaft eingerichtet.

Das Empfangsgebäude 2005

Die umfangreichen Gleisanlagen sind bis 2007 bis auf einzelne Reststücke von der Abbautruppe entfernt worden. Der Güterschuppen wurde von der BHG Böhrigen per Anschlussbahnvertrag genutzt, später von der Signal- und Fernmeldemeisterei.

Klicken Sie hier, um sich auf dem Bahnhofsgelände näher umzusehen.

Auf dem Bahnhofsgelände treffen wir 2005 auch die Lok des "Abbauzuges" - bestehend aus Lok und Flachwagen mit Bagger - wieder. Inzwischen hat sich die Abbautruppe von Böhrigen aus bis hierher vorgearbeitet und die noch brauchbaren Gleise entfernt.

Gleisrückbau im Bahnhof 2005

er westlichen Bahnhofsausfahrt in Richtung Hainichen sichern drei Vollschranken den Bahnübergang. Diese wurden vor Ort per Drahtzug bedient. Auch 2005 existierte die Anlage noch, war aber mit Drahtseilen gegen unbefugtes Bedienen gesichert - und ist inzwischen sicherlich auch festgerostet.

Nach Einstellung des Personenverkehrs 1998 war der Bahnhof Berbersdorf nur noch dienstags, donnerstags und bei Bedarf besetzt, wenn Güterzüge vom und zum Steinbruch abzufertigen waren. Seit 1.Januar 2001 ist nun endgültig Ruhe eingekehrt in den romantisch an der Striegis liegenden Bahnhof Berbersdorf.

Der Bahnübergangan der Ausfahrt nach Hainichen

Das Projekt Museumsbahnhof

Nachdem von hier aus der Rückbau der Schienen doch bis nach Hainichen weiterging, wurde wohl allen klar, dass es damit auch um den Bahnbetrieb in Berbersdorf endgültig geschehen war.
Aber dennoch tut sich etwas auf dem Bahnhofsgelände ! Ein Verein "Museumsbahnhof Berbersdorf /Striegistal e.V." hat sich gegründet. Dieser verfolgt das Ziel, zunächst in alten Güterwagen Flächen für unterschiedliche Ausstellungen zu schaffen. Derzeit wird der auf dem Gelände vorhandene Wagenkasten als "Vereinsheim" hergestellt.

Durch diese Bemühungen bleiben dem Bahnhof ein paar Meter Gleis - und sicherlich auch ein wenig Eisenbahnflair erhalten. Wer mehr über diesen jungen Verein und seine Ziele wissen möchte, oder gar aktiv im Verein mitarbeiten will, der sollte sich per Mail bei Herrn May erkundigen.

Alles Gute Euch Enthusiasten und gutes Gelingen beim Verwirklichen Eurer Ziele !

Die Anfänge des Museumsbahnhofes Berbersdorf 2007 und der Zustand in 2014

In einer ansteigenden Linkskurve wurde der Bahnhof Berbersdorf verlassen. Gleich nach den Einfahrweichen aus Richtung Hainichen überquerte die Bahn die Straße hinauf nach Arnsdorf. Die Durchfahrthöhe unter der Bahnbrücke war so gering gering, dass sie Busse nicht unterqueren konnten. Nach der Betriebseinstellung der Strecke blieb ein LKW an der Brücke "hängen" und beschädigte sie so stark, dass die Brücke ausgehoben werden musste. Nun muss kein Fahrzeug mehr die lichte Höhe beachten.
Um mit dem Bauzug den anschließenden Streckenabschnitt zu erreichen, wollte die Abbruchfirma hier eine Behelfsbrücke einlegen. Dies wurde allerdings zunächst untersagt, was dem nachfolgenden Abschnitt noch eine Weile das Leben - oder besser die Schienen rettete. Inzwischen ist diese Lücke überwunden und der Abbautrupp hat Berbersdorf längst hinter sich gelassen.

Nach der Brücke geht es in einer steigenden Linkskurve weiter, vorbei am Einfahrsignal aus Richtung Hainichen. Auch dieses Signal war ursprünglich zweiflüglig, aber der untere Flügel wurde wohl von "Eisenbahnfreunden" erreicht ... Nun steht ein weiterer romantischer Streckenabschnitt bis Schlegel bevor.

Der untere Signalflügel ist verschwunden (2009).

Auch nach dem Rückbau der Gleisanlagen steht (noch) das Einfahrsignal aus Richtung Hainichen. (Zustand März 2014)  

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