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Roßwein - Hainichen (Striegistalbahn)

Es beginnt nun ein Abschnitt, der es wert ist erwandert zu werden. Die Striegis hat hier eine abwechslungsreiche Landschaft geschaffen, in die sich unsere Bahnlinie einfügt, als gehörte sie schon seit Ewigkeiten dazu. Die Begehung dieses Streckenteils hat mir besonders viel Freude bereitet.

Nach dem Passieren des Berbersdorfer Einfahrsignales geht es durch einen kleinen Einschnitt bevor die Bahn in einer Rechtskurve wieder einer Striegisbrücke zustrebt.

Die Striegisbrücke Km 13,3 (RW)

Nach einer Linkskurve passierte der Zug den Bahnübergang eines Wirtschaftsweges, an dem sich bis heute ein Bahnwärterhaus befindet. Es wurde bereits zu DDR-Zeiten als Wohnhaus genutzt und ist heute zu einem Kleinod in idyllischer Umgebung "herangewachsen". Seit mehr als 25 stehen steht der bezeichnende Schriftzug "Ferien irgendwo" an der Fassade.

"Ferien irgendwo" - schöner wär's mit Bahnbetrieb.

Weiter führt die Strecke im romantischen Striegistal. Parallel zur Bahn verläuft jetzt ein Wanderweg, der bereits um 1900 angelegt wurde. Diesen sollte der Bahnwanderer nutzen, solange der geplante Radweg auf der Trasse noch nicht hergestellt ist.
Auf hohem Damm berührt die Strecke südlich die Ortslage Schlegel. Am Km 14,8 wird rechter Hand eine ehemalige Mühle passiert. Hier erwartet heute ein Cafè mit leckerem Kuchen den Wanderfreund.

Die alte Mühle in Schlegel - gesehen in Richtung Roßwein. Hier gibt es leckeren Kuchen ! Der Wanderweg führt rechts unten parallel zur Bahn weiter.
Wann endlich der geplante Radweg auf der Trasse entsteht, bleibt abzuwarten.

Nun ist es nicht mehr weit und der Lärm der Autobahn A4 wird immer lauter, bevor die Bahnlinie das riesige Autobahnviadukt der A4 zwischen den Anschlussstellen Hainichen und Berbersdorf unterquert.
Bis 1945 war das Autobahnviadukt ein filigraner Bau aus Stahlstützen, der aber zum Ende des 2.Weltkrieges im April 1945 gesprengt wurde. Dabei wurde auch die Bahnlinie erheblich in Mitleidenschaft gezogen und der Zugverkehr war unterbrochen. Während der Zugverkehr knapp einen Monat später wieder anlief, mussten die Autofahrer 8 Jahre lang auf den Wiederaufbau der Brücke warten und eine Behelfsumleitung in Kauf nehmen.

Beim Wiederaufbau der Autobahnbrücke wurde am Km 15,0 (RW) eine Verladestelle eingerichtet. Noch heute steht eine Umlenkrolle der Seilwindenanlagen am Bahndamm.

Die Unterfahrung der Autobahn A4 bei Schlegel Km 15,0 (RW)

Im Bildwechsel wird deutlich, wie die Spuren der Bahnstrecke immer mehr verfallen. 2007 lagen die Gleise noch und die Vegetation ließ zumindest abschnittsweise eine Befahrung/Begehung zu.
Im Herbst 2010 sind die Gleise abgebaut und die Vegetation versperrt den Blick zur Autobahnbrücke.


Das Tal der Striegis weitet sich nun, am linken Talhang sind die ersten Häuser des Ortsteiles Kaltofen zu sehen. In einem Rechtsbogen nähert sich die Bahn erneut einer Striegis - und einer anschließenden Flutgrabenbrücke.

Striegisbrücke Km 15,25 (RW) und Flutgrabenbrücke Km 15,3 (RW)

Nachdem der Zug auf den linken Talhang gewechselt ist, werden mehrere kleinere Brücken und Durchlässe überquert - u.a. die Zufahrt zur Steyermühle und dem Mühlgraben.

Unterführungen für Bach und Wirtschaftswege Km 16,1; Km 16,2; Km 16,3 (RW)

In einem engen Rechtsbogen führt die Bahn nun um den Trompeterfelsen herum und nähert sich damit dem Haltepunkt Kratzmühle.

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