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Roßwein - Hainichen (Striegistalbahn)

Im Bereich des Trompeterfelsens ist der Wanderweg gut ausgebaut. Von hier hatte man früher wohl einen wunderbaren Blick auf die enge Kurve der Bahnlinie. Heute ist dieser Blick zugewachsen.

Noch kurz vor der Einstellung des Bahnbetriebes hatte man damit begonnen, allzu verwitterte Telegraphenmasten gegen neue auszutauschen. Aber die Stilllegung kam schneller...

Nach der engen Rechtskurve am Trompeterfelsen taucht vor uns das Überwachungsignal auf, welches dem Lokführer mitteilte, dass die Blinklichter am Übergang Kratzmühle ordnungsgemäß per Gleiskontakt eingeschaltet wurden.

Blick Richtung Kratzmühle. Selbst die Lampen des Ü-Signales hat man schon "davongetragen". Blick zurück in Richtung Berbersdorf.

An der Stelle, wo heute der idyllische Haltepunkt liegt, befand sich einst eine Mühle am Kratzbach, die der Bahnstation ihren Namen gab. Das Streckengleis beschreibt hier einen leichten Linksbogen in Richtung Hainichen, auf der Außenseite liegt der einzige Bahnsteig.

Der Haltepunkt Kratzmühle im Jahr 2005. Lediglich die Bahnsteiglampen erinnern noch an seine einstige Funktion.
Das Gleis ist inzwischen unter dem üppigen Bewuchs verschwunden.
Die Bahnsteigkante bemerkt man erst beim Hinunterstürzen...
In Bildmitte das Wartehaus und der Bahnübergang.

Warteraum diente ein Holzgebäude, welches bis Mitte der 1970er Jahre sogar noch für den Fahrkartenverkauf und den Frachtversand besetzt war.

Das Haltestellengebäude von Kratzmühle Km 17,04 (RW)

Hauptsächliche Aufgabe des Bahnbeamten war aber das Bedienen der Vollschranken, welche die "Salzstraße" hinauf in Richtung Hainichen sicherte. Erst als etwa 1975 eine zugbediente Haltlichtanlage eingebaut wurde, konnten die Schranken abgebaut - und Kratzmühle in einen unbesetzten Haltepunkt umgewandelt werden.

An dieser Stelle befand sich einst die Vollschranke zur Übergangssicherung. Nach rechts geht es nach Hainichen. Selbst der Fußweg aus Richtung Hainichen erhielt ein blinkendes Warnkreuz. 2005 sind die Streuscheibe und der Schirm zerstört. Das Warnkreuz hat inzwischen Moos angesetzt...

Das Entstehen dieses Haltepunktes ist dem Fabrikbesitzer Büschel zu verdanken, der auf der anderen Seite der Striegis eine große Tuch- und Flanellfabrik betrieb. Gleich hinter dem Bahnübergang befand sich die Weiche für ein Anschlussgleis zur Fabrik. Dieser Anschluss war von 1923 bis zum Ausbau der Weiche 1931 in Betrieb. So ist heute das Entdecken einer Spur dieses Anschlussgleises kaum mehr möglich.

Blick zurück in Richtung Berbersdorf. Links das Bahnwärterhaus, rechts davon die Wartehalle. Etwa hier muss bis 1931 die Weiche zum Anschluss Büschel gelegen haben. Zu erkennen ist davon nichts mehr.

Fabrikbesitzer Büschel hatte von Hainichen her einen Fußweg anlegen - und diesen beidseitig mit Birken, Eschen und Eichen bepflanzen lassen. Bis zur Betriebseinstellung waren es vorallem Wanderer und Spaziergänger, die die Bahn nutzten, um von diesem Haltepunkt aus erholsame Wanderungen zu unternehmen.

Rechts der Fußweg aus Hainichen zur Kratzmühle

Das Überwachungssignal aus Richtung Hainichen war 2005 noch recht "gesund".

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