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Beicha

Die Bahn führte von Kleinmockritz abseits der Straße weiter.

Wer die Mühe nicht scheut und von Kleinmockritz dem Bahndamm nach Beicha folgt, den umfängt bald idyllische Ruhe in einem abgelegenen Seitental.
Der Bahndamm ist streckenweise noch gut erhalten. In stetem Gefälle senkt sich die Strecke zum Talgrund, wo in Km 42,142 und Km 42,449 zweimal das "Dreißiger Wasser" überbrückt wurde.

Brücke in Km 42,142 (WG)

Hier kommt die Strecke von Kleinmockritz herunter.

Diese Senke des Dreißiger Wassers wurde einst überbrückt.

Im Talgrund finden sich noch einige Durchlässe, die auch 40 Jahr der der Einstellung noch einen stabilen Eindruck machen.

Brücke im Km 42,449 (WG)

Selbst die Widerlager der Brücke wurden entfernt...

sie sollen im Rahmen von "Übungen" gesprengt worden sein.

Steinbrocken liegen jedenfalls noch genügend an den Böschungen.

Nachdem der Talgrund des Dreißiger Wassers erreicht ist, kommen die ersten Bauten des Ortes Beicha in Sicht.

Das Areal des Beichaer Bahnhofes wird heute als Festplatz genutzt und wurde rechtsseitig eingeebnet.

Dort, wo jetzt ein breiter Weg vorhanden ist, lag einst das durchgehende Hauptgleis. Auf dem rechts davon liegenden Ladegleis wurden vorallem landwirtschaftliche Produkte -in den Anfangsjahren sogar Milch- versandt.
Auf dem Bahnhofgelände findet man noch das Fundament der alten Toilettenanlage. Das Wartehaus und die Güterwagenkästen sind in den letzten Jahren abgerissen worden.

Die Episode Kirmeszeit in Beicha lesen.

Bei meinem Besuch im Jahr 2009 konnte ich erfreut feststellen, dass Eisenbahnfreund Reiner Geßner auf dem ehemaligen Bahngelände inzwischen ein kleines sehenswertes Museumsgelände entstehen ließ.

Dies erinnert mit authentischen Stücken an die Zeiten, als noch die Schmalspurbahn bimmelnd den Bahnhof Beicha erreichte.

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