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Kleinmockritz

Auf dem Weg von Mochau nach Kleinmockritz galt es wiederum einen Höhenzug zu überwinden.

Auf Dämmen und - nach Überquerung der Straße nach Kleinmockritz und Dreißig - in einem Einschnitt windet sich die Linie hinauf zum Brechpunkt - der Wasserscheide zwischen Elbe und Mulde.

<-- Einschnitt auf der Steigung Richtung Kleinmockritz

Bahndamm an der Überführung über die Landstraße, links steht noch ein Begrenzungsstein. -->

Hier oben führte der einstige Verbindungsweg von Kleinmockritz (rechter Hand) nach Dürrweitzschen (linker Hand) mit einer Gewölbebrücke über die Bahn. Die Südseite der Brücke ist verfüllt, die Nordseite noch offen und das Bauwerk selbst recht gut erhalten.

Sogar der Schlussstein mit dem Jahr der Strecken-Eröffnung 1911 ist noch zu entdecken.

Ein Besuch dieser Brücke lohnt sich.

Die Brücke am Kilometer 43,6

Die Trasse senkte sich nun teils im Einschnitt, teils auf einem Damm in einer S-Kurve hinunter zum Bahnhof Kleinmockritz.

Nach dem Bahnübergang über die Landstraße Nossen-Ostrau wurde Kleinmockritz erreicht. Obwohl abseits der Ortschaft gelegen, war Kleinmockritz ein bedeutender Bahnhof der Strecke.

Hier bestanden neben einem Kreuzungsgleis auch ein Lade- und ein Anschlußgleis zum ehemaligen Kornhaus Döbeln. Besonders während der Herbstmonate war die Ladetätigkeit auf diesem Bahnhof recht rege.

Nach wie vor wird das Bahnhofsgelände zum Ablagern von Baumaterial genutzt.

Im Jahr 1967 herrschte hier noch Wagenladungs-Verkehr.
(Hist. Foto: R.Heinrich. Slg. BSW-Gruppe-Döbeln)

Schlechter bestellt war es 2005 um die ehemalige Wartehalle.
Durch einige Anbauten nach vorn erweitert wurde sie als Stallgebäude genutzt und präsentierte sich stark verfallen. Bewohnt war das Wartehaus aber dennoch - von einem Fuchs!

Kaum zu glauben, dass diese Ruine noch zu retten wäre. Aber doch:
Die Eisenbahnfreunde aus Rauschenthal bei Waldheim haben die Reste des Wartehauses geborgen und ab 2017 an ihrer Anschlussbahn von Waldheim nach Kriebethal wieder aufgebaut.

Von der Ausfahrt in Kleinmockritz senkte sich die Strecke nun hinab nach Beicha.

Dieser Abschnitt ist heute ein gut begehbarer Feldweg.

weiter geht's nach Beicha