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Döschütz

Nach einer Fahrt entlang ausgedehnter Wiesen und Felder folgte der Bahnhof Döschütz, einst Bahnagentur und Rübenladestelle. Einfahrt aus Richtung Mockritz-Jessnitz

Wer heute in Döschütz nach Eisenbahnrelikten sucht, hat es schwer.

Zum einen ist das Bahnhofsgelände eingezäunt, um das hier angelegte "Gartengrundstück" abzugrenzen. Zum anderen gleicht die einst bedeutsame Wagenladungsstelle eher einem Komposthaufen.

Bahnhofsgelände in Döschütz die ehemalige Gleislage

Nichts ist mehr zu erahnen, von den beiden lang gezogenen Ladegleisen, die rechts und links des Streckengleises lagen.

Die Ladestelle Döschütz war besonders während der Rübenzeit frequentiert. Die aus Mügeln ankommenden Güterzüge wurden hier oft "aufgefüllt" und verließen den Bahnhof häufig mit 60 Achsen und 225 Tonnen Rübenlast.

Zu diesem Zwecke waren die Gleisanlagen entsprechend umfangreich.

Nur ein übrig gebliebener Weichenbock Nur ein alter Weichenbock erinnert heute noch daran, dass es hier einst 6 Weichen gab.

Kinder im Gleis - heute undenkbar, damals normal. (Foto: Reiner Scheffler, Oschatz)

An der Ausfahrt in Richtung Döbeln befand sich links des Streckengleises noch ein Stumpfgleis. Der an diesem Gleis stehende Kohlenschuppen steht noch. (2003)

Auch der einzige erhaltene Holzmast der Bahnhofsbeleuchtung ist inzwischen von hohen Bäumen umgeben.
Ausfahrt in Richtung Gadewitz

Hinter Döschütz verliert sich der Bahndamm.

Die Bahn hatte noch mit geholfen, Baumaterial für die Straße nach Gadewitz zu transportieren, bevor der Bahnkörper nach der Stilllegung in die Felder eingeebnet wurde. Die Weiden am Bach vermitteln eine kleine Orientierung auf unserem Weg nach Gadewitz.

weiter geht's nach Gadewitz