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Eine Fahrt anno 1964

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Relikte der Schmalspurbahn (750mm) Mügeln – Döbeln

*** Mügeln ***

Wir starten unsere Spurensuche in Mügeln, wo sich am östlichen Bahnhofskopf die Streckenäste nach Oschatz und Döbeln der ehemalgen "OD-Linie" verzweigten.

Lokschuppen in Mügeln Stellwerk 1
Am Lokschuppen wurden einst auch die Loks der Reihe IV-K für die Fahrt nach Döbeln aufgerüstet. Im restaurierten Stellwerk 1 wurden die beiden Einfahrtsignale aus Richtung Oschatz und aus Döbeln gestellt.
Ausfahrt in Richtung Oschatz und Döbeln

Die östliche Bahnhofsausfahrt besitzt noch heute umfangreiche Gleisverbindungen. Obwohl der Bahnhof nur noch etwa die Häfte der einstigen Geisanlagen besitzt, sind die Weichenstraßen noch immer stumme Zeugen des einst regen Güterverkehrs.

kurz nach der Streckentrennung das ehemalige Döbelner Streckengleis

Das Döbelner Gleis schwenkte danach in einem weiten Bogen in südliche Richtung. Dazu war im Jahre 1909 für Bahnhofserweiterungen ein Damm aufgeschüttet worden, der heute noch gut sichtbar ist. Auf dem Damm stand bis vor wenigen Jahren sogar noch der Mast des Einfahrsignales.


auf dem Bahndamm, Blick aus Richtung Döbeln Eisenbahnrelikte
Der Damm kurz nach der Trennung von der Oschatzer Schiene. Im Hintergrund der Lokschuppen. Auf dem anschließenden Damm sind noch jede Menge Eisenbahnrelikte zu finden: Stellenweise wurden die Holzschwellen einfach zur Seite gelegt und liegen auch nach über 30 Jahren noch dort. Die Umlenkrollen für das Einfahrtsignal stehen wie früher an ihrem Platz.
Der ehemalige Bahndamm Ort des Einfahrtsignales
Der Verlauf des Bahndammes ist noch gut erkennbar, auch wenn inzwischen Büsche und Bäume das Areal erobern. An dieser Stelle befand sich früher das Einfahrtsignal aus Döbelner Richtung. Der Gittermast stand noch lange Jahre ungenutzt in der Gegend. Heute ist auch das Erdloch des Signalfußes fast verfüllt.
Bahnübergang

Die Strecke querte die Schlagwitzer Straße und führte dann über das Gelände der heutigen Gärtnerei. Auf diesem Gebiet ist von unserer Strecke nichts mehr zu finden.


Nördliches Brückenwiderlager

Von der Überquerung des Grauschwitzbaches ist nur noch ein Rest des nördlichen Brückenfundamentes übrig geblieben. Wenige Meter weiter steht noch ein alter Personenwagen, dessen Träger inzwischen durchgebrochen sind. Zwei alte Lampen ergänzen das leider sehr verfallene Ambiente. alter Personenwagen

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