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Schrebitz

Nach nur 760 Metern und einer weiten Rechtskurve erreichte der Zug den Bahnhof Schrebitz. Dieser war zu Eisenbahnzeiten ein bedeutender Zwischenhalt und bot Kreuzungsmöglichkeiten, von denen häufig Gebrauch gemacht wurde.

Schrebitz verfügte über drei Parallelgleise und zwei Stumpfgleise. Die Gleisanlagen wurden aufgrund des wachsenden Güteraufkommens einst in Richtung Döbeln erweitert.

Blick in Richtung Bahnhof von Döbeln her Blick aus Richtung Döbeln,

weit vor dem eigentlichen Bahnhofsareal verzweigten die Nebengleise.
Der letzte Personenzug P1314 ist am 13.12.1964 abfahrbereit nach Döbeln

(Hist. Foto: Reiner Scheffler, Oschatz)

Die Bahn führte weiter in halber Höhe an der südöstlichen Talseite entlang und überquerte kurz vor dem Ortsausgang Richtung Döbeln die Straße auf einer Blechträgerbrücke, von der heute noch die Dammschüttung an den Widerlagern erkennbar sind.

Streckenverlauf
aus Richtung Döbeln

Hier ereignet sich am 18.November 1919 das wohl schwerste Unglück in der Geschichte der Strecke Mügeln-Döbeln: Ein im nachfolgenden Bahnhof Kiebitz stehender Personenzug machte sich selbständig und rollte führerlos die Steigung von 1:60 Richtung Schrebitz hinunter. Die immer schneller werdende Fahrt endete an dieser fast 8m hohen Brücke, von der der Zug herunterstürzte. 5 Tote und 17 Schwerverletzte waren die Folge.

Der Brückensturz zu Schrebitz.

Die Lokomotive blieb mit dem vorderen Drehgestell in der Brücke hängen, zertrümmerte aber dennoch die unten liegenden Personenwagen.

(hist. Foto: Reiner Scheffler, Oschatz)

Nachdem die Bahn noch einen Anschluss zur ehemaligen Ziegelei Kluge passiert hatte, konnte die Steigung in Richtung Graumnitz und Töllschütz in Angriff genommen werden.

Heute ist dieses Stück als Fuß- und Radwanderweg ausgebaut.

Wanderweg hinter Schrebitz Wanderweg hinter Schrebitz

weiter geht's nach Kiebitz (Töllschütz)