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Relikte der Schmalspurbahn (750mm)
Lommatzsch - Löthain - Meißen(Triebischtal)

Leutewitz

Folgt man dem Elbe-Mulde-Radweg von Käbschütz, kommt man zunächst an einem ehemaligen Steinbruch vorbei. Einst gab es hier ein Anschlussgleis, der Steinbruch war ein guter Güterkunde der Bahn und hielt dadurch die Strecke noch einige Jahre mit am Leben.

Als 99 1608 mit ihrem Güterzug aus Löthain die Kulisse des Steinbruches passiert, ist das Ende der Strecke bereits abzusehen - in drei Tagen werden hier keine Züge mehr rollen.
Heute ist im Steinbruch Ruhe eingekehrt. Bemühungen zu seiner Reaktivierung sind bisher fehlgeschlagen. Bahndamm und Betriebsgelände werden mehr und mehr von der Natur zurückerobert.

Markantes Bauwerk des ehemaligen Steinbruches ist der "Brecher". Hier wurde das abgebaute Gestein in die gewünschte Größe gebrochen. In der Vergangenheit hat man mehrmals versucht, das inzwischen zur Ruine verkommene Bauwerk zu sprengen. Bisher ist das an der massiven Bauweise mit Unmengen Stahlarmierungen gescheitert.

das alte Bahnhofsgebäude in Leutewitz In Leutewitz fällt die Spurensuche etwas schwer. Der hiesige Anglerverein hat den Damm erhöht, um einen Fischteich anzulegen. Das Bahnhofsgebäude dient dem Verein als Unterkunft und versteckt sich hinter hohen Bäume und Gebüsch, ist aber noch gut erhalten. Auch hier wurden Schild und Bahnhofsleuchte wieder instand gesetzt.

Zu Betriebszeiten fanden in Leutewitz oft Zugkreuzungen statt. Besonders zur Rübenzeit herrschte auf dem Bahnhof reger Betrieb.
Widerlager der Bachbrücke in Leutewitz Im weiteren Verlauf überquerte die Bahn wieder den Käbschützbach. Nur die Brückenwiderlager sind noch erhalten, der weitere Bahndamm wurde eingeebnet. Hier verwandelte sich der Käbschützbach bei Schneeschmelze oder Regengüssen desöfteren in einen reißenden Fluss, der stabile Brückenbauwerke mit massiven Widerlagern nötig machte.

Die Höhe des ehemaligen Bahndammes ist an den Widerlagern noch gut zu erahnen.

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