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Relikte der Schmalspurbahn (750mm)
Lommatzsch - Löthain - Meißen(Triebischtal)

Meißen-Jaspisstraße
Von der Blockstelle Götterfelsen führten Regelspur und Schmalspurbahn nun parallel zueinander im Triebischtal weiter.
Eine der Triebischbrücken kurz vor dem ehemaligen Haltepunkt "Meißen Buschbad" im heutigen Zustand. Die einst zweigleisige Bahnlinie wurde als Reparationsleistung auf ein Gleis zurückgebaut. Meist wurden die zweiten Brückenträger später als Schrott verkauft. Aber die Widerlager der 2.Brücke sind noch gut zu erkennen.
Links neben der Hauptbahn lag einst die Brücke für die Schmalspurbahn Lommatzsch/Wilsdruff - Meißen.

Um die Linienführung nicht allzu kurvenreich zu gestalten, überquerten beide Linien ab Garsebach insgesamt viermal die Triebisch. Dies erfolgte auf zweigleisigen Überbauten für die Regelspurlinie und einem parallel angeordneten Bauwerk für die Schmalspurbahn.
Nun dauerte es nicht mehr lange bis die schmalspurigen Züge den Bahnhof "Meißen Jaspisstraße" erreichten. Obwohl die Strecke eigentlich bis "Meißen Triebischtal" weiterführte, befand sich hier der betriebliche Endpunkt der Strecke. Entsprechend umfangreich waren die Gleisanlagen, wie das Foto eindrucksvoll zeigt.


Die Schmalspuranlagen sind rechts im Bild zu erkennen. Hierzu gehörten ein vierständiger Lokschuppen, Wasserkran und Löschegrube; Lademaß und Gleiswaage, Rollbockgrube. Im linken Teil lagen nur Regelspurgleise in den umfangreichen Güteranlagen.

Seit den 30-er Jahren gab es aber sogenannte "Bahnhofswagen", auf die mehrere Schmalspurwagen einfach aufgerollt wurden, um sie im Bahnhofsbereich auf Regelspurgleisen rangieren zu können. So konnten auch Güter der Schmalspurbahn am Güterschuppen umgeladen werden.
Vom regen Güterverkehr ist heute nur ein großer freier Platz mit Spuren des Planums der Gleise übrig. Nur die Laderampen sind noch erhalten. Der Güterschuppen verfällt zusehends. Nach gegenwärtigen Plänen soll das Bahnhofssareal planiert werden, um Reisebussen als Parkplatz zu dienen.

Besonders schwer fällt die Suche nach Relikten des einstigen Personenbahnhofes der Schmalspurbahn. Auf dessen Gebiet wurde 1976 ein Heizhaus errichtet, was wohl alle Spuren der Schmalspurbahn unter sich begrub. Der Bahnhof besaß einst eine gute Anbindung zur Meißener Straßenbahn. Dazu gab es eine Unterführung durch die Gleisanlagen und über die Triebisch, die direkt am Bahnsteig begann. Diese Unterführung ist heute noch in Betrieb und gewährt ein wenig Orientierung.

Schlechter sieht es mit dem zweiten Ausgang vom Personenbahnhof aus. Ein Weg senkte sich damals vom Bahnsteig aus ab, um anschließend das Ausfahrgleis des Schmalspurbahnhofes in Richtung Triebischtal zu unterqueren. Dieser Weg ist heute verfüllt. Von der Bahnbrücke (im historischen Bild hinter der Weiche in Bildmitte) ist aber noch das östliche Widerlager erhalten geblieben.
Das einzelne noch liegende Streckengleis der Regelspurlinie Borsdorf-Coswig lässt kaum erahnen, welche Betriebsamkeit hier einst herrschte. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten ist das ehemalige Befehlsstellwerk, welches heute stillgelegt ist.
Wendezüge mit BR 219 oder BR 234 bestimmten bis 2002 das Eisenbahnleben in Meißen. Hier kommt gerade eine Regionalbahn aus Leipzig das Triebischtal herunter.
Dort wo heute das Heizhaus steht, befand sich einst das um einiges kleinere Empfangsgebäude des Bahnhofs "Meißen Jaspisstraße".

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